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24 Stunden in Münster


Münster - das ist nicht nur die Stadt des Westfälischen Friedens. Es ist auch eine moderne Universitätsstadt im Herzen des ländlichen Münsterlandes. Es ist eine Fahrradstadt, in der viele alltägliche Fahrten auf zwei Rädern erledigt werden. Und es ist eine Großstadt mit reicher Geschichte und ein beliebtes Reiseziel - nicht nur für Kurzurlauber. Münster in 24 Stunden erleben - das ist kaum möglich, aber einen ersten Eindruck gewinnen kann man.


20:22 Uhr: Wie jeden Abend erreicht der Regionalexpress 42 aus Mönchengladbach über das Ruhrgebiet den Bahnhof von Münster. Vor den Toren des Bahnhofs steht ein eindrucksvoll großes Fahrradparkhaus. Es ist lebhaft am Abend - zahlreiche Restaurants, Cafés und Bars sind bis auf den letzten Platz gefüllt. Auf dem Weg ins Stadtzentrum kommt man vorbei am Museum für Lackkunst. Aus dem um diese Zeit geschlossenen Eingang scheint sich ein Teppich aus rotem Lack auf die Straße zu ergießen.

 

21:00 Uhr: Rund um die Stadt erstreckt sich die Promenade genannte Fahrradautobahn der Universitätsstadt. Wie ein grüner Gürtel umschließt diese das Gebiet des historischen Münster. Gebaut wurden die Radwege auf der Fläche der einstigen Stadtbefestigung. Wer der Promenade zum Beispiel bei einer Fahrradtour folgt, sieht nicht nur das Schloss, in dem heute die Universität ihren Sitz hat, sondern auch das Naherholungsgebiet rund um den Aasee. Trotz aller Beschaulichkeit heißt es hier schnell zu sein. Radfahrer finden in Münster optimale Bedingungen und bremsen nur im äußersten Notfall.

 

23:30 Uhr: Ein Bummel durch die nächtlich beleuchtete Innenstadt lohnt sich. Zwar sind alle Geschäfte geschlossen, doch die historischen Fassaden im Stadtzentrum sind genau wie die Schaufenster gut beleuchtet. Beim Bummel durch die Stadt kommt man nicht nur am eindrucksvollen Dom vorbei, sondern auch am modernen Museum für Kunst und Kultur und am Kunstmuseum Pablo Picasso.

 

00:30 Uhr: Während das Nachtleben in der Studentenstadt noch weit von seinem Höhepunkt entfernt ist, kann man es sich in einem der zahlreichen Hotels gemütlich machen. Wer es familiär und nicht zu exklusiv mag, ist im Hotel Feldmann gleich neben der Clemenskirche gut untergebracht. Vom Check-In bis zum Frühstück hat alles seinen persönlichen Charme.

 

09:00 Uhr: Frühstück. Nach dem Frühstück steht Geschichte auf dem Programm. Ausgestattet mit einer Münster-Card, die zum Preis von 20 Euro für einen Tag bzw. 30 Euro für zwei Tage freie Fahrten mit dem Hop-on-Hop-Off-Bus und freien Eintritt zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten bietet, geht es zunächst in den Friedenssaal im Rathaus. Im dem Gebäude mit seinem eindrucksvollen Giebel wurde im Jahre 1648 über den Westfälischen Frieden verhandelt, mit dem der 30jährige Krieg zuende ging. Wer mag kann bei einer Audioführung alle Elemente des Raumes erklärt bekommen.

 

10:00 Uhr: Dann geht es weiter mit dem Doppeldeckerbus. Der Münsterbus ist ein guter Weg die Stadt zu erkunden. Er hält am Dom, am Aasee und an vielen weiteren Stationen. Wer mag, steigt aus, und fährt mit dem nächsten Bus weiter. Während der ganzen Tour erfährt man über Kopfhörer interessante Informationen über die Stadt, ihre Geschichte und ihre Einwohner.

 

13:00 Uhr: Höchste Zeit für einen Ausflug ins Umland. In Münster-Angelmodde liegt das Canu Camp. Bernd Laukötter und sein Team ermöglichen ihren Gästen unter anderem Fahrrad- und Bootstouren. Mit seiner geringen Strömung ist der kleine Fluss auch für Anfänger perfekt geeignet. Nach einer kurzen Einweisung geht es gleich ins Wasser. Vorbei an ins Wasser hängenden Zweigen, zahlreichen Wasservögeln und Libellen geht es mit wenig Kraftaufwand durch die Natur.

 

16:30 Uhr: Wie schnell die Zeit in der Natur vergeht. Auf der Werse geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um die Natur und das Erlebnis. Wer mag, kann vom Boot ins flache Wasser klettern und ein Bad nehmen. Andere packen ihr Picknick aus und genießen es auf einer Wiese am Ufer. Gerade Naturliebhaber kommen auf ihre Kosten - von summenden Insekten über brütende Vögel bis hin zu seltenen Pflanzen. Es gibt viel zu sehen.

 

18:00 Uhr: Zurück im Canu Camp geht es ganz schnell. Das Boot wird ans Ufer getragen - die Rettungswesten und Paddel werden zurückgegeben. Mit dem Bus geht es dann zurück ins Stadtzentrum. 64 Skulpturen und Projekte im öffentlichen Raum warten auf Entdecker. Die Schauplätze des Tatort Münster liegen ganz in der Nähe. Und zahlreiche Studentenkneipen im Kuhviertel laden mit Flair und kühlem Bier ein zu verweilen. Auch die Kirche St. Lamberti, an deren Turm bis heute drei eiserne Käfige zu sehen sind, in denen einst die Anführer der Wiedertäufer-Bewegung zur Schau gestellt wurden, verdient einen Besuch. Doch nach einer Stärkung in einem der Restaurants ist es schon Zeit für die Abreise. Es lohnt sich wiederzukommen.



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