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Ostseeküste: Brausen mit dem Wind. Lachen mit der Sonne.


Bei dem Wort „Urlaub“ fangen die Augen eines jeden zu leuchten an. Es ist eigentlich egal, ob man sich ein paar Tage Auszeit im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter nimmt. Danach sieht man die Welt mit ganz anderen Augen, hat seine Seele gebadet und den Alltag hinter sich gelassen. Nimmt man sich Zeit für die schönen Dinge im Leben und gewinnt ein wenig Abstand von seinem alltäglichen Dasein, so schaut man bald schon wie von einer weichzeichnenden Wolke auf all die Sorgen und Unannehmlichkeiten herab, die einen sonst so plagen. Viele Menschen assoziieren mit „Urlaub“ blaues Meer, unbändige Natur und schöne Strände. All das findet man in Mecklenburg-Vorpommern. Hier ist es sanft, schön und zugleich aufregend. Entlang der Ostseeküste findet man je nach Geldbeutel und Unterkunftswünschen alles, um glückliche Ferien zu verbringen.


Wer in seinem Beruf jeden Tag aufs Neue einen Meeting-Marathon hinlegt und (sein Telefon) einfach nicht abschalten kann, wird in kürzester Zeit bei einem Spaziergang durch die malerischen Küstenlandschaften Entspannung finden. Wer lieber mit dem Rad unterwegs ist, dem muss auch bei Gegenwind und auf Anhöhen nicht die Puste ausgehen. In der Urlaubsregion werden Elektrofahrräder, sogenannte Pedelecs, angeboten. Mit einem Elektromotor-angetrieben Tempo von bis zu 25km/h braust man mit dem Wind zum Beispiel durch Rügen und lässt eifrige Profistrampler hinter sich. Es geht durch Wälder, in denen die Luft klar und unverbraucht ist. Man fährt auf den gut ausgeschilderten Radwegen und kann selbst entscheiden, wie weit es gehen darf. Die Akkus halten je nach Gelände 40 bis 60 Kilometer. Der Anbieter „Movelo“ verfügt über ein gut ausgebautes Netz an Lade- und Verleihstationen, sodass der aktive Urlauber viel von Rügen und den kleineren Örtchen sehen kann und sich keine Sorgen um die Entfernung machen muss. Im Internet und über die Tourismusverbände kann man sich bereits vor Anreise eine schöne Strecke heraussuchen. Man wird überrascht sein, wie groß das Angebot und die Informationsfülle sind.

 

 

Bei der Planung einer Ostsee-Entdeckungsreise sollte ein Abstecher nach Fischland-Darß-Zingst nicht fehlen. Diese sichelförmige Halbinsel unweit von Rügen bietet mehr als Beschaulichkeit. Durch den „Rückenwind aus der Steckdose“ sieht man mehr und kann zum Beispiel an einem Tag im Ostseebad Wustrow die ehemaligen Segelfischerboote, sogenannte Zeesbote, bestaunen, erst fangfrischen Räucherfisch und ein Eis essen und dann an der Küstenlinie entlang Richtung Prerow fahren. Die Urlaubsregion Fischland-Darß-Zingst hat einen unnachahmlichen Charakter, der die Seele tief berührt. Auf der 45 Kilometer langen Halbinsel an der Ostseeküste zwischen Rostock und Strahlsund bietet sich zu jeder Tageszeit ein ergreifendes Farbenspiel. Wo man hinschaut ist Schönheit zu finden. Es ist also kein Wunder, dass viele Schöngeister die Ostseebäder aufsuchen. In Ahrenshoop, einem Ort zwischen Ostsee und Bodden, hat sich so schon vor über 100 Jahren eine Malerkolonie herausgebildet. Der Maler Paul Müller-Kaempff gilt als der Begründer der Künstlerkolonie. Dank seiner Initiative wurde bereits im Jahre 1895 eine Malschule eröffnet und nach seinen Plänen im Jahre 1909 der Kunstkaten errichtet. In Ahrenshoop findet man so unter anderem einer der ältesten Galerien Norddeutschlands, den Kunstkaten, und das Künstlerhaus Lukas, in dem dank Stipendien Künstler aus aller Welt Musik erschaffen, Skulpturen formen und ihre Kreativität voll und ganz ausschöpfen können, um grandiose Bilder, Texte und Co. zu schaffen. In Galerien und offenen Ateliers zeigen sich Landschaft, Mensch und Meer in Pastell und Öl. Landschaft, Mensch und Meer scheinen den perfekten, harmonischen Dreiklang in Ahrenshoop abzugeben. Der Bürgermeister dieses Künstlerorts, Hans Götze, malt selbst. Der Facettenreichtum vor Ort und in der Umgebung inspiriert. Seine Bilder zeigen unter anderem die traditionell reetgedeckten Häuser, die Steilufer und die weiten Wiesen.

 

 

Einige Kilometer davon entfernt stehen Prerow und Zingst dem landschaftlichen Wirken von Ahrenshoop in Nichts nach. In Prerow kann man auch Kultur entdecken und wer mehr über die Pflanzen- und Tierwelt des Darßes erfahren möchte, sollte das Darß-Museum im Ostseebad Prerow besuchen. Eine vielseitige Ausstellung über Entstehung der Küstenlandschaft bis hin zu einer Pflanzenausstellung mit immer wieder frischen Blumen und Kräutern laden dazu ein, sich mit der von Wind und Meer geprägten Halbinsel vertraut zu machen. Das Darß-Museum bewahrt die alte Kulturlandschaft und zeigt sich für Klein und Groß von seiner charmantesten Seite. Wer in ehemaligen Seefahrerorten und Küstenregionen schon einmal Porzellan-Hunde im Fenster stehen gesehen hat, wird dazu im Darß-Museum die Geschichte finden. Die Englischen Kamin-Hunde waren ein beliebtes Mitbringsel der Seefahrer für ihre daheimgebliebenen Frauen. Man erzählt sich, dass die Männer diese im Zuge eines Freudenhausbesuches erwarben. Die Geschichte geht weiter: Die daheimgeblieben Frauen, so die Legende, stellten die Hunde in ihr Fenster. Schauten die Hunde heraus, war der Mann auf Reise – schauten sie herein, war ein Mann im Haus und ein anderer musste sich in Acht nehmen. Solche Geschichten sind wie Schätze. Man darf sie im Ostseebad Prerow entdecken. Die Radtour führt vorbei an den Darßer Haustüren. In der Mitte des 19. Jahrhunderts galt eine besonders kunstvolle Verzierung der eigenen Haustür als chic. In der Blütezeit der Segelschifffahrt ließ man so farbenprächtige Türen mit allerlei Blüten und anderen Symbolen herstellen, die noch heute als beliebtes Fotomotiv dienen. Man möchte die Fotos am liebsten ins Poesiealbum kleben. Die Landschaft an sich ist auch schon Poesie. Wenn man könnte, würde man mit jedem Augenaufschlag ein neues Foto machen. Doch so prägen sich das blaue Meer, der weiße Sand, der dunkelgrüne Wald und die goldgelbe Glückseligkeit ins Gedächtnis ein. Wer zu viele Fotos macht, der sieht nicht alles. Gerade deshalb ist eine Tour mit einem Elektro-Fahrrad auch so erlebnisreich und erholsam. Die Hände am Lenker steuert man ins Grüne, tauscht sich zwischendurch mit seinem Partner aus und geht dann für eine Weile wieder seinen eigenen Gedanken nach. Dann sieht man einen schönen Vogel, hält an, freut sich an der Besonderheit und am Sein. Man lässt seinen Blick schweifen, schaut sich einander an und fühlt das Leben. Das ist Urlaub von Kopf bis Fuß und mit allen Sinnen.

 

 

Der Nationalpark „Vorpommersche Boddenlandschaft“ und die Nähe zu weiten Küsten-, urigen Wald- und offenen Wiesenlandschaften machen Prerow und die benachbarten Ostseebäder zu einem Urlaubsziel, für einen garantiert erholsamen Urlaub. Mit einer Gesamtfläche von 786 Quadratkilometern, darunter 134 Quadratkilometer Landfläche, gehört der Nationalpark „Vorpommersche Boddenlandschaft“ zu den größten Schutzgebieten Deutschlands. Man fährt mit dem Elektro-Fahrrad durch eine beeindruckende Naturlandschaft und kann sich nicht satt sehen an all den Facetten. Man muss nicht die ganze Zeit auf dem Sattel sitzen. Gerade in den Sommermonaten lohnt es sich, ein Stück mit dem Bus zu fahren – sich und sein Fahrrad eine Weile davontragen zu lassen. Jeder zweite Bus verfügt dann nämlich über einen Fahrradanhänger. Kulinarisch kann man sich in Prerow zum Beispiel in der „Teeschale“ verwöhnen lassen. In einem urigen Häuschen mit romantischem Garten kann man ein Glas köstlichen Wein genießen oder sich den Bauch mit leckerem Kuchen vollschlagen. Zu dem Restaurant gehört auch ein kleiner Laden, in dem Sanddorn-Spezialitäten und manch hübsches Kleinod angeboten werden. Eins ist klar: Auch das Radeln mit einem Elektro-Fahrrad macht hungrig. Frischer Fisch steht hier allerorts natürlich ebenfalls auf der Speisekarte.

 

 

Gute Luft und gutes Essen machen müde. In Ahrenshoop empfiehlt sich das Grand Hotel Moderne & SPA Kurhaus Ahrenshoop. Hier freut man sich auf die Wünsche der Gäste. Nach einem ereignisreichen Radwandertag wünscht man sich ein gemütliches Bett und das gute Gefühl, angekommen zu sein. Wenn man ganz bei sich ist und abends vom Hotel aus das Meer rauschen hört, kann es einem gar nicht besser gehen. Das moderne Hotel verfügt über 20 Suiten, 40 Doppelzimmer und 20 Einzelzimmer mit viel Raum für Erholung. Im Hotel Vier Jahreszeiten Zingst kann man ebenfalls einkehren und nach einer erholsamen Nacht seine Tour fortsetzen oder es sich bei schlechtem Wetter im Hallenschwimmbad und im SPA gemütlich machen. Während man relaxt und im Whirlpool einen Cocktail genießt, wird das Wetter zur Nebensache. Man kann sich entschleunigen lassen und dabei zu seinem inneren Wesen finden. Wer während des Büroalltags seine Inspiration und seine Energie verloren hat, kann hier auftanken. Und bei den nächsten Sonnenstrahlen schwingt man sich wieder auf den Sattel des „Movelo“-Elektro-Fahrrads. Hier geht keine Energie verloren. Hier fließt Power für eine gute Sache: Einen Urlaub, bei dem man mit dem Wind braust und mit der Sonne lacht.



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