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Wir zwei in fremden Galaxien


Als ein Signal von einem hunderte Lichtjahre entfernten Sternensystem der Menschheit Hoffnung auf die Begegnung mit anderem, intelligenten Leben gegeben hat, wurde das Raumschiff Ventura auf eine sich über mehrere Generationen erstreckende Reise geschickt. Das Mädchen Seren gehört zu einer der Generationen, die die Erde nie gesehen haben und das Ziel der Reise nie erreichen können. Deshalb zweifelt sie am Sinn der Mission und wünscht sich nichts mehr als festen Boden unter den Füßen. Schon damit gerät sie in Konflikt mit dem strengen Reglement an Bord, das der Besatzung vom Beruf bis zur Wahl des genetisch optimalen Lebenspartners alles bis ins kleinste Detail vorschreibt.


Wie sich wohl Sonne anfühlt? Oder Wind? Das gehört zu den Fragen, die sich Seren manchmal stellt. An Bord des Raumschiffes Ventura, das für mehrere hundert Jahre durch die endlosen Weiten des Alls fliegen soll, gibt es keine Sonne, keinen Wind und keinen erreichbaren Heimatplaneten. Dafür geht alles in geordneten Bahnen. Für jeden einzelnen ist ganz genau geregelt, wie man zu leben und zu arbeiten hat. Wer gegen diese Regeln verstößt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Das weiß auch Seren, die befürchtet wegen ihrer Zweifel am Sinn der Mission und dem Leben auf dem Raumschiff abgestraft zu werden. Denn anders als ihre Schwester und viele andere Menschen an Bord mag Seren sich nicht mit ihrem von anderen bestimmten Schicksal abfinden.

 

Als sie auf der Krankenstation den Techniker Domingo Suarez kennenlernt, läuft sie vor dem Gespräch mit einem Psychologen davon und verbringt die freie Zeit lieber mit ihm. Erst sind die beiden nur Freunde, doch schon bald entwickeln sich intensive Gefühle. Die sind auf der Ventura verboten, denn nicht Herz und Emotionen bestimmen über Partnerschaften, sondern ein wissenschaftlich fundiertes System zur Erhaltung der Art. In dem hat Domingo bereits eine Lebenspartnerin – und auch Seren wird bald einen zugeordnet bekommen. Dass es sich dabei um Ezra, den Sohn von Schiffskapitänin Cat handelt, macht die Sache nicht besser. Seren ist so gar nicht an dem jungen Mann interessiert. Doch mit dem Widerstand gegen die Regeln an Bord bringt sie sich und Domingo in große Gefahr. Die einzige Hoffnung des jungen Paares liegt im Planeten „Huxley-3“, den die Ventura zu Forschungszwecken in großer Höhe umkreist. Doch ob man dort überleben kann oder nur Leere und Tod wartet, wissen die beiden nicht. Der spannende Jugendroman (ISBN 978-3-8466-0041-2) als Auftakt einer Reihe von Ventura-Büchern der Autorin Kate Ling ist zum Preis von 17,00 Euro im One-Verlag erschienen.



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