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8,7 Millionen Zuschauer können nicht irren


Noch bis zum 2. Juli 2017 ist der Zirkus „Flic Flac“ mit seiner neuen Show in Bochum zu Gast. Das markante schwarz-gelbe Zelt steht auf dem Festplatz Castroper Straße gleich neben dem Vfl-Stadion. Die neue Show verspricht ein „Best of“ aus 27 Jahren „Flic Flac“. Gezeigt werden unter anderem das aus vergangenen Shows bekannte Todesrad und der Globe of Speed. Nervenkitzel wird beim Zirkus ohne Tiere von den rund 40 Artisten ganz groß geschrieben – so auch bei der waghalsigen und unterhaltsamen Show unter anderem mit Hochseil, Trapez, Strapaten und Comedy.


Wer Abend für Abend fast 1.500 Plätze mit Zuschauern füllen möchte, muss sich etwas einfallen lassen. Das ist „Flic Flac“ mit der neuen Show gelungen. Das „Best of“ ruht sich nicht auf Vorschusslorbeeren aus, sondern setzt neue Akzente. Feuer und blaues Licht tauchen das bis auf den letzten Platz gefüllte Zelt gleich zu beginn der Show ein eine besondere Atmosphäre. Dann wird der Globe of Speed in die Manege gefahren. Die Metallkugel hat einen Durchmesser von gut sieben Metern. Dass nach und nach immer mehr Motorräder in ihr Platz finden und mit atemberaubender Geschwindigkeit umherrasen, fasziniert die Zuschauer. Erst drei, später fünf und schließlich sogar acht Motorräder rasen um die Wette und treiben den Adrenalinspiegel im Blut der Zuschauer gehörig in die Luft. Nach dem Auftritt erlebt das Publikum an den Strapaten, wie Poesie und Eleganz beim Flug durch die Luft gelingen.

 

 

Aus zwei Rhönrädern besteht die Bühne von Ferry und Zofi. Das Duo zeigt eine außergewöhnliche Choreografie, bei der die Frauen nicht nur in den lebensgroßen Rädern stehen, sondern auch auf ihnen. Mit Anlauf springt die eine in ihr Rad, das dabei in Kippstellung gerät. Doch sie hält die Balance und bringt das Rhönrad in Schwung. Immer gewagter werden die Spiele der beiden Frauen mit dem Gleichgewicht. Doch bei „Flic Flac“ gibt es auch starke Männer. Drei von diesen zeigen ausdrucksstarke Akrobatik. Mal dient der Körper des Einen als Basis für Handstände der anderen, mal wagt man einen Handstand auf dem Kopf des Anderen. Viel zu lachen gibt es bei Justin Case. Der Australier kommt mit einem Fahrrad auf die Bühne, dass Stück für Stück auseinanderfällt. Doch das kann den Artisten nicht schrecken. Er baut es einfach wieder auf andere Weise zusammen und erntet so manchen Lacher. Auch bei Justin Case gehört der Kopfstand zum Programm – auf dem fahrenden Rad. Als sich das Vorderrad von der gewagten Konstruktion löst, radelt der Fahrer einfach hinterher und fängt das Rad wieder ein. Schließlich wird ein brennendes Tor auf die Bühne gerollt. Und Justin Case zeigt, was man mit einem Fahrrad im Bonsai-Format alles tun kann.

 

 

Sehr eindrucksvoll ist Alain Alegria auf dem Trapez. Der Mexikaner balanciert 16 Meter über den Köpfen der Zuschauer nicht nur auf einem Bein auf dem Trapez, er stellt sogar einen Stuhl auf das schmale Trapez. Auf dem nur auf zwei Beinen auf dem wackeligen Trapez stehenden Stuhl balanciert der Artist ohne jegliche Sicherung. Später kniet er sich auf das Trapez und beweist damit erneut Wagemut und Präzision. Eine besondere Bühne hat sich Christina Garcia ausgesucht. Sie wird auf dem Dach eines Autos in die Manege gefahren. Kaum hat sie ihr wallendes Kleid abgestreift, beginnen Flammen rund um das Auto zu lodern. Das ist der Hintergrund für die Kontorsion. Dabei verbiegt die Artistin ihren Körper nach allen Regeln der Kunst. Schließlich schießt sie im Handstand nur mit Hilfe der Füße mit Pfeil und Bogen auf einen Luftballon – und trifft genau ins Schwarze. Vor der Pause erleben die Zuschauer schließlich noch eine motorisierte Überraschung.

 

 

Auch der zweite Teil der Show hat es in sich. Er beginnt mit einem sehenswerten Trapez-Auftritt. Dann zeigt Ira Rizaeva eine ungewöhnliche Variante der Jonglage. Diese findet in einem Glaskasten statt, der nur an der Oberseite geöffnet ist. So wirbeln die Bälle nicht nur in die Luft, sondern auch vor die Wände und immer wieder zurück zur Jongleurin. Auch in der Dunkelheit gelingt es Ira Rizaeva mit Schwarzlicht angestrahlte Bälle fehlerfrei zu jonglieren. Äußerst gewagt ist der Auftritt der „Adrenalin Troupe“ auf dem Drahtseil. Die Artisten tänzeln nicht nur über das Seil, sie springen dabei auch noch Seilchen und über Hindernisse. Dann kommt die eigentliche Herausforderung. Zwei der Artisten tragen eine Stange, auf der der Dritte

balanciert, über das Seil. Ein Vierter springt dem obersten Mann dabei auf die Schultern. Doch selbst das lässt sich noch übertreffen. Als Höhepunkt des Auftritts besteht die Menschenpyramide aus sieben Personen in drei Ebenen. Comedy-Jongleur Patrick Lemoine hat für die Show eine gesunde Mischung aus Witz und Jonglage gefunden und den sehenswerten Jonglageteil dabei deutlich ausgebaut. Schließlich gibt es noch schwungvolle Diabolos, ein erstklassiges Duo an den Strapaten, das Todesrad und zum Finale einen Vorhang aus Wasser zu sehen. Karten ab 24 Euro für die „Flic Flac“-Shows gibt es telefonisch (0700/66666611), an der Abendkasse und über Internet. Da die Preise der verschiedenen Kategorien von der ersten bis zur letzten Reihe gleich sind, lohnt es sich beim Kartenkauf besonders auf den konkreten Platz zu achten. Optimale Sicht bietet die erste Kategorie, dann aber schon für 54 Euro pro Platz. Nachdem in den vergangenen 27 Jahren bereits mehr als 8.700.000 „Flic Flac“ gesehen haben, wird die bei der Bochumer Premiere mit Standing Ovations gefeierte Show für viele neue begeisterte Fans sorgen.



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